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<h3>Einführung in NFS</h3>NFS ist das standardmäßige Dateifreigabeprotokoll für Unix-Systeme. Es ermöglicht einem System, ein Verzeichnis über das Netzwerk für einen oder mehrere andere Hosts freizugeben, sodass Benutzer:innen und Programme auf diesen Hosts die exportierten Dateien so nutzen können, als wären sie lokal.<p>Ein NFS-Server ist ein System, das ein oder mehrere Verzeichnisse exportiert, während ein NFS-Client ein System ist, das ein oder mehrere Verzeichnisse von einem Server einbindet. Ein Host kann sowohl als NFS-Server als auch als Client anderer Server fungieren.<p>Ein Server kontrolliert, welche Clients ein exportiertes Verzeichnis einbinden dürfen, indem er die IP-Adresse des Clients mit einer Liste zugelassener Hosts für das angeforderte Verzeichnis abgleicht. Der Server kann zudem ein Verzeichnis als schreibgeschützt exportieren oder bestimmten Clients nur Lesezugriff gewähren.<p>Im Gegensatz zu anderen Netzwerk-Dateisystemen muss sich ein NFS-Client beim Einbinden eines exportierten Verzeichnisses nicht am Server anmelden. Der Server vertraut darauf, dass der Client die Benutzer:innen authentifiziert und beim Zugriff auf exportierte Dateien die Benutzer-ID übermittelt. Daher sollten nur vertrauenswürdige Clients Zugriff auf exportierte Verzeichnisse erhalten.<p>